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  • Der Schwarzenegger des Klaviers: Ein Gespräch mit Aaron Pilsan

    Der österreichische Pianist feiert Triumphe auf der Bühne und im Musikgeschäft – seine Aufnahme von Bachs Wohltemperierten Klavier Buch II war nach der Erscheinung im Top Ten auf der Abrufliste beim Streamingdienst Apple Music. Seine Präsenz auf YouTube und Instagram bringt ihm ausverkaufte Konzerte und Zulauf bei der Pilsan Academy ein. Dieser Lehrgang für Klavierlernende steht einzigartig in der Netzlandschaft da – wo kann man sonst von einem Konzertpianisten persönlich gecoacht werden? 

    Er ist von einem Ideal getrieben: So wie der berühmte Bodybuilder Arnold Schwarzenegger einst ein Fitnesstrend ausgelöst hat, möchte der Pianist das Klavierspielen wieder weit verbreitet machen. Bei der Pilsan Academy heißt es denn auch nicht mehr Lehrer und Schüler sondern „Mentor“ und „Mentee“, und vom Anfänger bis angehendem Profi ist alles dabei. Ich bin es auch, seit wenigen Wochen. Nach anfänglichen Onlinestunden begegnete ich Aaron Pilsan persönlich nach seinem Auftritt in Köln.

    Photo by Hiroyuki Hayashi

    Ich habe irgendwo gelesen, dass du keine fünfzig Auftritte pro Jahr machen willst, sondern weniger. Wo steht jetzt die Bilanz? 

    Es sind derzeit bei so dreißig vielleicht. Ich schaue, dass ich das spiele, worauf ich wirklich Lust habe: ein paar ausgewählte Klavierkonzerte im Jahr, einige Recitale mit dem Programm, was mir wirklich was bedeutet, und Kammermusik mit Leuten, mit denen ich einfach gerne spiele. Früher, auch vor der Pandemie, war der Fokus einfach so viel wie möglich zu spielen. Das ist auch heute bei den meisten meiner Kollegen der Fall. 

    Das ganze Herumreisen und dann spät ins Bett – gestern haben wir um 23.30 Uhr noch einen Döner gegessen, weil es nichts anderes mehr gab – bei diesem Lebensstil merke ich irgendwann, dass ich nicht mehr so frisch spiele. Aber wenn ich spiele, will ich wirklich fürs Publikum da sein können und an meiner Qualität weiter arbeiten. 

    Mit der Academy und mit dem Auswahl an Konzerten, die ich gerade spiele, habe ich jetzt für mich eine perfekte Balance gefunden, bei der ich mich auch künstlerisch entfalten kann, weil ich wirklich Zeit habe, beim Üben in eine Routine reinzukommen und weiter zu wachsen. Und durch die Academy lerne ich lustiger Weise auch für mich selber sehr, sehr viel, was das üben angeht.

    Was lernst du da genau? 

    Es geht in verschiedenen Phasen. Wenn ich mir jetzt ein neues Stück aneigne, ist erstmal einfach pure Begeisterung. Man stürzt da hinein, und das ist auch richtig und gut. Und dann kommt der Punkt, wo ich beim Üben genau gucke: Was ist wichtig, was lasse ich weg? Wo brauche ich spezielle Übungen, und was mache ich an dieser oder jener Stelle? Da werden mir verschiedene Abläufe bewusst, so wie bei einer Choreografie oder ein Theaterstück. Ich muss genau wissen, wo kommt was. Irgendwann kommt dann aber wieder der Punkt, wo ich das loslassen muss, wenn ich auf die Bühne gehe. 

    Das sind ja auch alles Prozesse, wo ich andere bei der Academy begleite. Ich stelle selber fest, dass ich schon regelmäßig Auftritte brauche – so wie ich meine Mentees ermutige, regelmäßig vorzuspielen. Dabei muss es nicht unbedingt immer ein öffentliches Konzert sein. Man braucht aber einfach diese Routine.

    Es scheint mir, dass du in den letzten Jahren ein Stück Selbstbestimmung erobert hast. Normalerweise denken wir, Selbstbestimmung ist das Ideal, und am besten so viel davon wie möglich. Andererseits geht es ganz ohne Fremdbestimmung auch nicht. Wenn wir gezwungen werden, uns mit Sachen auseinanderzusetzen, die wir nicht ausgesucht haben, entnehmen wir manchmal einen Gewinn davon. Siehst du das auch so? 

    Ja, wir gewinnen Freiheit auch durch eine gewisse Einschränkung. Untersuchungen haben gezeigt: Wenn Menschen zu viel Wahlmöglichkeit haben, sind sie weniger zufrieden. Etwa im Supermarkt: Wenn ich drei Sorten Milch habe, bin ich als Konsument glücklicher mit der Entscheidung, als wenn ich jetzt 30 Sorten Milch habe, weil ich dann immer denke, es hätte ja vielleicht doch die andere sein sollen. 

    Das ist im Künstlerischen ähnlich. Wenn ich mich für ein gewisses Repertoire spezialisiere oder die Zahl der Konzertauftritte ein bisschen herunterfahre, macht mich das freier. 

    Und Künstler haben andere Freiheiten: Wir drücken ja auf der Bühne alles aus, was an menschlicher, also gefühlsmäßiger Bandbreite da ist. Wenn wir das im realen Leben machen würden, würden wir beide wahrscheinlich ins Gefängnis landen! Deswegen ist es eigentlich ein Spielfeld, wo wir auch komplett egoistisch sein können, was einfach der Natur des Menschen auch irgendwie entspricht. 

    In der Gesellschaft mit anderen kommen wir ja immer an eine gewisse Grenze. Ich sitze hier jetzt mit einem Hemd und Pulli. Das ist eine gewisse Form. Wenn ich auf der Bühne bin, trage ich einen Frack. Abends auf dem Sofa habe ich eine Jogginghose an. Im Sommer könnte ich vielleicht nackt herumlaufen, aber ich entscheide mich ja dazu. Also man ist ja nie komplett frei – außer man zieht in die Wildnis. Dann bin ich ja immer noch abhängig davon, Nahrung zu finden und so weiter. 

    Es ist ein philosophisches Thema, aber in der Kunst es ist wirklich so, dass durch eine gewisse Einschränkung oft eine Freiheit kommt. 

    Gehen wir mal sechs Jahre zurück: Ich kenne ein paar Leute im künstlerischen Bereich, die durch die Corona-Katastrophe völlig ausgebremst wurden und ihren ganzen Werdegang abgebrochen haben. Du hast einen anderen Weg eingeschlagen. Damals war das Internet ein Notbehelf in vielen Lebensbereichen. Du hast aber etwas aufgebaut, was nur im Internet funktionieren kann. Und da spreche ich von der Pilsan Academy in der jetzt existierenden Form. Da steckt Unmengen von Arbeit drin. Wie bist du da vorgegangen?

    Ich hatte lange ein persönliches Interesse daran. In der Schule habe ich den Informatikzweig besucht und etwas Programmieren gelernt. Neben der Schule studierte ich Klavier als Jungstudent in Salzburg und konnte, wenn ich auf Konzertreise oder in Kursen war, die Schulaufgaben auf dem Laptop nachholen. Während des Studiums habe ich mich für Online-Vermarktung interessiert und fand das ganz spannend. 

    Etwa um 2013 gab es dann die ersten massentauglichen vor-aufgezeichneten Kurse. Damals hießen sie Infoprodukte. Ich habe das immer mit ein bisschen Begeisterung verfolgt, aber es war nie relevant für mich, weil ich damals hauptsächlich Konzerte gespielt habe. Dann dachte ich, okay, mach mal jetzt ein bisschen Facebook und Instagram.

    Dann hatte ich irgendwann auch einen Coach, es ging um das Thema Persönlichkeitsentwicklung. Das lief online digital – also so ähnlich, wie ich das jetzt mache.

    Er hat mir von einer Marketingberatung erzählt. Ich habe der jahrelang verfolgt, aber es war immer noch nicht relevant für mich. 

    Dann kam die Pandemie. Auf einem Schlag habe ich 30, 40 Konzerte verloren. Erstmal Videospiele gespielt zu Hause. Dann dachte ich: Das kann es auch nicht sein! 

    Schon vorher hatte ich mal überlegt, vielleicht online anderen Musikern zu helfen, Karriere zu machen. Gerade in der Pandemie habe ich mich aber nicht mehr so qualifiziert gefühlt, dachte aber okay, mach es einfach mal als Test. Habe erstmal auf Instagram ein paar Leuten gechattet und gesagt, hey, ich gebe dir ein paar Stunden online. Es schien zu klappen. Bald machte ich das, was vom Marketing-Coach empfohlen wurde. Habe ein Buch dazu gelesen und erstmal Stundenpakete gemacht.

    Irgendwann habe ich festgestellt: Die Probleme der Leute sind immer ähnlich. Dann habe ich angefangen, Videos auch dazu aufzunehmen und gesagt, „Hey, guckt dir das schon mal an. Das hilft schon mal, weil das ist das gleiche Problem, das schon zehn andere Leute hatten.“ 

    So ist das eigentlich aus der Praxis entstanden: Habe Videos in einem Google Drive Ordner geteilt, später auch Gruppensessions gemacht, bei denen wir uns was vorgespielt haben. Das Konzept ist ganz organisch entstanden. 

    Natürlich hat sich die Angebotsstruktur irgendwann gewandelt. Mit der Zeit habe ich mich beraten lassen, wie ich das Ganze aufbaue, wie ich dafür Werbung machen kann und sowas. Es kamen auch betriebswirtschaftliche Themen dazu. Das war komplett Neuland. 

    Das Ganze war aber weitgehend learning by doing. Es gab keine Schablone und auch keinen, der das vorher schon mal gemacht hätte. 

    Ja, ich beobachte die Musikszene seit langem, und dies scheint mir wirklich einzigartig in der Landschaft zu sein. Und du bist damit erfolgreich, scheinst ein Mittelfeld zu besetzen zwischen dem Stereotyp Spitzenverdiener, der ständig auftritt, und Künstler, der nach viel Arbeit und Selbstaufopferung am Existenzminimum hängt. Ist das auch ein Modell für andere? 

    Auf jeden Fall. Wir müssen sowieso in der Klassik alle von diesem Elfenbeinturm runterkommen und generell mit dem Publikum im Austausch sein. Die meisten meiner Mentees sind ja Hobbyspieler. Es gibt auch andere Profimusiker, die mit Hobbyspielern arbeiten. Ich finde dies viel wichtiger, denn für Profimusiker gibt es die Ausbildungsstätten schon.

    Es kam dann auch so, dass immer mehr Leute über Instagram oder nach den Konzerten mich gefragt haben: „Wie übt man das denn?“ Und ich habe dann mal was gespielt. Sich ein Konzert anhören oder selber aktiv Musik machen – das ist ein ganz anderes, viel tieferes Erlebnis. Und ich glaube, es ist eine wichtige Aufgabe, Musik auf dieser Weise am Leben zu halten. 

    Da sehe ich mich so ein bisschen als Botschafter auch. Viele Musiker beschäftigen sich halt nur mit der Materie, machen sich aber gar keine Gedanken, wie bringt man die Musik anderen Menschen weiter? 

    Ich bin ja Österreicher. Mein früherer Landsmann Arnold Schwarzenegger hat sich erstmal im Bodybuilding brilliert, aber dann auch aktiv Promotion betrieben, diesen Sport auch Massentauglich zu machen. Heutzutage macht jeder Fitness, und ich glaube, dass dies zum großen Teil darauf zurückgeht. Das wäre so ein bisschen meine Vision, dass Musik wieder mehr auch in die Haushalte kommt. 

    Das Modell Schwarzenegger – eine sympathische Idee! Ich bin selber als Mentee seit ein paar Wochen dabei und habe gleich gemerkt, dass die anderen aus allen Herren Ländern kommen, es sind alle Altersklassen dabei und in Sachen Fingerfertigkeit sind sämtliche Niveaus vertreten. Die Teilnehmer suchst du selber aus, wirbst sogar um sie. Auch ungewöhnlich! Was sind deine Suchkriterien? Oder umgekehrt: Wer ist nicht dabei? 

    Es geht vor allem um die innere Einstellung. Auf Englisch heißt es: „Be coachable“. Man bringt eine gewisse Offenheit mit, Neugier – und lässt das Ego ein bisschen beiseite. Es gibt Charaktere, die beratungsresistent sind, die immer Recht haben wollen. Sie wollen zeigen, wie gut sie sind. Aber wenn man dann sagt, hier, mach das mal so und so – dann wird’s schwierig. 

    Man muss sich erstmal darauf einlassen, offen sein und Sachen annehmen. Wir haben verschiedene Programme für verschiedene Fortschrittsgrade. Da kann man für jeden, denke ich, was finden. Aber vor allem geht es einfach um die innere Bereitschaft, auch die Lernbereitschaft. 

    Im Gruppenunterricht gehst du sehr unterschiedlich auf die Leute ein. Ist Empathie dabei ein wichtiger Faktor? 

    Ja, das ist sehr wichtig. klar. Jede Persönlichkeit bringt andere Voraussetzungen mit. Ich muss ja gucken: Worauf kann ich aufbauen? Und wo kann man unterstützen, dass die Schwachpunkte auch verbessert werden? Das ist natürlich individuell.

    Empathie ist ja wichtig, Sympathie nicht unbedingt. Ich glaube, dass ein gegenseitiger Respekt reicht. Eine Vertrauensbasis. Vorher, in einer Strategiesession, schauen wir beidseitig, ob das Sinn macht und überlegen, wie ein Plan aussieht, den man umsetzen kann.   

    Wie groß ist die Academy, und möchtest du, dass sie weiter wächst?

    Wir haben insgesamt jetzt ungefähr 50 aktive Teilnehmer in allen Programmen. Ich habe ja auch einen Assistenten, Mario Häring, und ab und zu mal wird das Team weiter ergänzt. Es gibt auch Übungen in Modulen. Das kann man noch ausbauen. Ich möchte natürlich bewusst die Qualität hochhalten.

    Wie steht bei dir die Bilanz: Üben und Konzertieren gegen Lehrtätigkeit und Betreuung der Mentees? Etwa in Zeitaufwand und Einkommen ausgedruckt?

    In der Betreuung bin ich aktuell tatsächlich jetzt fast aktiver als beim Üben. Ich übe schon konstant, aber ich glaube, ich hätte es nicht an einem früheren Zeitpunkt meines Lebens gemacht. Gerade so in den Zwanzigern brauchte ich mehr Zeit noch, um Sachen auf den Punkt zu bringen. Mit der Erfahrung lernt man. Das ist das eine. Und auch umsatzmäßig ist, glaube ich, die Academy jetzt auch vorne. 

    Es ist ja auch bei vielen Musikern so, die entscheiden sich zum Beispiel, eine Professur zu machen und spielen dann weiter. Das ist ja auch ein valides Modell. 

    Bei mir ist es halt spannend, dass die beiden Bereiche sich gegenseitig befruchten. Die Kölner Philharmonie war gestern ausgebucht. Auch die Veranstalter wussten nicht warum, denn es war ein Mittwoch. Das Konzert war aber schon im Oktober ausverkauft. 

    Ja, das war enorm. Ich habe selber nicht damit gerechnet. 

    Das liegt ziemlich sicher zum Teil daran, dass ich sehr viel Werbung mache in Meta und Google, gebe auch vierstellige Beträge im Monat aus. Aus Marketingsicht ist es einfacher, Werbung für die Academy zu machen, weil es sich relativ bald rentiert. Für Konzerte zu werben ist komplizierter, weil sie zwei Jahre im Voraus geplant sind. 

    Dennoch hilft es, wenn die Säle auf einmal voll sind. Das war vorher nicht der Fall. So sind die Marketingausgaben für die Academy auch für die Konzerte gut. Die Leute sehen das im Netz, und dann vielleicht auf einem Plakat, und sagen, Aha, Pilsan – gehen wir doch mal ins Konzert. 

    Und beim Konzert wird wiederum für die Academy geworben.  

    Ja, genau.

    Vor Hundert Jahren stand ein Klavier in jedem bürgerlichen Haushalt. Heute sind es Massenmedien aller Art. In einem deiner YouTube-Videos beschreibst du aber einen Gegentrend: hin zu mehr Klavierspielen. Kannst du das ein bisschen erklären?  

    Es gibt immer wieder diese Bahnhofs- und Flughafenklaviere, oder es steht eins auf dem Marktplatz oder so. Ein Freund von mir hat angefangen, Klavier zu lernen mit dem Ziel, dass wenn jetzt irgendwo ein Klavier steht, dass er da hingehen und spielen kann. 

    Ich beobachte es immer häufiger, auch bei Leuten in meinem Alter, dass es einen Reiz bekommt, auf öffentlichen Plätzen für andere zu spielen. Dafür braucht man auch ein Klavier zu Hause, auf dem man üben kann. Ich arbeite dafür, dass wir da aktiv weitermachen. 

    Es ist mir recht, wenn man dann Filmmusik spielt, oder Neoklassik oder Pop. Es geht um das aktive Musikmachen. So wie in ganz früheren Zeiten, wo man ums Feuer saß und Trommeln und Gesang ein Teil des gesellschaftlichen Lebens waren. 

    Heute ist man gewohnt, Medien passiv zu konsumieren oder hat allenfalls einen elektronischen Keyboard mit vorgefertigten Sounds. Vielleicht werden die Leute aber irgendwann daran satt und wollen aktiv was machen. Vielleicht ist das gerade, was die Welt braucht.

    Ja, das glaube ich auch. Die Identifikation mit einer Sinn stiftenden Tätigkeit ist schon sehr, sehr wichtig. Ich habe Mentees, die in der Rente sind. Für die ist das eine wichtige Beschäftigung. Aber auch schon vorher. 

    Wir fragen uns immer: Was ist das Menschliche an uns? Mit künstlicher Intelligenz ist die Frage auch immer berechtigter, weil viele, gerade so intellektuelle Berufe immer überflüssiger werden. 

    Ich glaube, Musik bleibt halt ein Bereich, der Kreativität und das menschliche Potenzial beinhaltet. Selbst die Elite braucht eine sinnvolle Beschäftigung, weil man das Gefühl haben will, dass man Mensch ist. Und die Menschen, deren Jobs wegfallen, brauchen ja ein gewisses Entertainment, um einen psychischen Verfall vorzubeugen. 

    Auch wenn es nicht so dystopisch kommt, was ich hoffe: Auf jeden Fall ist Musik ein wirksames Mittel – einerseits, menschliche Kreativität am Laufen zu halten und andererseits um der psychischen Gesundheit zu dienen. 

    Photo by Hiroyuki Hayashi